MOTEL – Indie Folk & Americana
Songs & Stories
Wir sind MOTEL aus dem Ruhrgebiet. Wir lieben Songs, die eine Welt bedeuten – warm, handgemacht, greifbar. Wir machen Indie Folk & Americana, spielen Lieder, die uns auf unserem Weg begegnet und ans Herz gewachsen sind, geben ihnen ein neues Gewand und erzählen ihre Geschichten. Mit diesen Songs & Stories, mit akustischen Gitarren, Piano, Orgel, Harps, Bass und mehrstimmigem Gesang sind wir seit zwanzig Jahren als fünfköpfige Akustikband unterwegs – Sylvi, Mario, Cyprian, Jürgen und Andre. In intimen Shows präsentieren wir unentdeckte Perlen der Singer-Songwriter-Welt und übersehene B-Seiten der Rockgeschichte – neu interpretiert. Zum Programm gehören Songs von Glen Hansard, Bruce Springsteen und Bob Dylan über Jason Isbell bis zu The Lone Bellow: Poetische, oft politische Lieder von guten Seelen der Musikwelt.
Unsere Konzerte sind Gegenentwürfe zur Kälte da draußen. In einer Zeit, in der die Gesellschaft kälter, härter und gespaltener wird, erschaffen wir gemeinsam mit unserem Publikum Momente der Verbindung. Während Rechtsextremismus lauter wird, leben wir auf und neben der Bühne Antifaschismus. Während draußen Kriege toben, stehen unsere Songs im Dienst von Liebe und Frieden. Während die Gräben tiefer werden, entsteht bei MOTEL Harmonie. MOTEL holt Menschen ab, nimmt sie mit – und gibt ihnen etwas Echtes zurück. Es ist dieses Knistern im Raum, wenn Musik plötzlich mehr ist als Klang. Wenn sie trifft, trägt und bleibt. Die Energie zwischen uns und dem Publikum ist das, was zählt. Diese Abende berühren, bewegen und bestärken. Sie feiern die Poesie, den Frieden – und die Kraft der Musik.
MOTEL gibt es nun schon seit über zwanzig Jahren – dabei war das Ganze ursprünglich nur als One-Night-Stand mit Ansage gedacht. Als damals Andres Telefon klingelte und er mal wieder nicht Nein sagen konnte, gab es plötzlich diesen Auftrag: eine spontane Kneipenshow am Mittwochabend in der kleinen Hometown. Eigentlich nur als Duo mit Mario geplant, kamen bald auch Sylvie und Cyprian dazu. Und so standen wir – zu viert, wild entschlossen – an einem verschneiten Dezemberabend zwischen der Theke und dem Zigarettenautomat in einem verrauchten, beseelten, prall gefüllten Laden. Im spontan zusammen gezimmerten Programm eine wilde Mischung aus heiß geliebten Songs in neuen, kreativen Versionen. Drei völlig unterschiedliche Stimmen, die sich abwechselten und dann im Chor verschmolzen. Tastenklänge, Gitarren, Harps. Es war das Gefühl, etwas zum ersten Mal zu tun – und zu wissen: Das hier ist besonders.
Wie der Abend genau endete, weiß heute niemand mehr. Aber eins war klar: Wir konnten uns nicht so leicht wieder trennen. Ohne großen Plan, ohne Druck, entstanden weitere kleine Konzerte. Und es wurde mehr. Es wurde klarer. Da war längst eine Band geboren. Eine verschworene Musikfamilie. Später kam Jürgen dazu – als Bassist, Nylongitarrist, Arrangeur und Freund. Er gab unserem Groove Tiefe, unserem Sound neue Farben. Mit ihm wurde MOTEL komplett.
So waren wir dann bald so ziemlich überall, wo man uns gerne haben wollte: In kleinen Kulturläden und auf Stadtfestbühnen, auf nie enden wollenden Kneipennächten, in Wohnzimmern, in Gärten oder im Festspielhaus. Das waren viele wunderbare Abende und Orte, aber immer öfter leider auch „Musik als Dienstleistung“.
Irgendwann stellten wir fest, dass wir dabei waren, ganz langsam eine dieser Coverbands zu werden, die wir nicht sein wollten und die wir nie waren, nicht sind, nie sein werden.
Viele der Songs, die uns und unser Programm ausmachen, brauchen ein ruhiges, intimes Setting, in dem ihnen zugehört wird. Aber genau diese Songs verschwanden immer öfter von der Setlist – weil wir wussten, dass sie in diesen lauten, flüchtigen Settings untergehen würden. Bloßes Abliefern und Entertainen – das hat sich irgendwann einfach falsch angefühlt. Wir wollten nicht länger available sein für Dienstleistungen irgendwo in Deutschland. In dieser Sache waren wir uns absolut einig. Wir beschlossen, nicht mehr jede Anfrage anzunehmen. Keine Konzerte mehr, die nicht zu MOTEL passen.
Und wir mussten uns gar nicht neu erfinden – es war ja alles da. Es brauchte nur die richtigen Orte – passende Räume mit hörenden Settings. Wir erinnerten uns daran, worum es uns seit dieser allerersten Kneipenshow damals im Dezember ging. Was macht MOTEL aus? Es ist das große Gefühl im Raum. Mal sind es leise, zerbrechliche Töne, mal folkige Storyteller-Songs oder akustischer Rock’n’Roll. Es sind, wie anfangs gesagt, diese Songs, die alles bedeuten. Es sind Sylvi, Mario und Andre – drei ganz eigene Stimmen, die abwechselnd solieren, miteinander verschmelzen – und dabei einen Sound erschaffen, der MOTEL unverwechselbar macht. Es sind Cyprian und Jürgen, die uns und unsere Songs mit Gespür, Handwerk und Gefühl in andere Sphären bringen. Es ist dieser Gänsehaut-Faktor, den man nicht erzwingen kann. Dieser Zauber, den man spürt, wenn Magie entsteht. Es sind die Songs & Stories, die gehört und gefühlt werden müssen. Es ist unser Wunsch, mit Musik etwas zu bewegen – zu verbinden, zu berühren, zu bestärken. Ein hochemotionaler Roadtrip direkt in die Seele der handgemachten Musik. Eine Reise an Orte, wo die Luft vibriert, wenn auch die leisen Töne ganz groß werden dürfen.
Heute spielen wir fast nur noch dort, wo Musik gehört werden will. Wo die Lieder den Raum erfüllen dürfen. Wir haben unsere Songs, unseren Sound, unser Publikum und unsere Räume gefunden. Und die Reise geht weiter. Es ist die Reise zu immer neuen Orten, die Suche nach immer neuen Geschichten. Nach Songs & Stories, die mitgenommen, neu erzählt und neu erlebt werden wollen. Und es ist immer auch das Statement für eine freie, gerechte und bunte Welt. Eine Welt, in der es keine Flaggen braucht. Keine Uniformen. Keinen Faschismus.